Dienstag, 10. November 2009

Wie eine falsch liegende Strähne Gorbatschows den Mauerfall verursachte

Mögen die Historiker sich doch auf allerlei politische Fakten beziehen, die Wahrheit über die deutsch-deutsche Vereinigung liegt in den Annalen eines Friseurgeschäftes.

Gorbatschow

Der russische Geheimdienst, KGB, veröffentlicht auf seiner Internetseite www.kgb.com ein Dokument, das ein Gespräch mit dem damaligen Regierungschef Gorbatschow und seinem Friseur aufzeigt. Am Abend vor dem 9.November1989 ärgerte sich Raissa Gorbatschowa so sehr über die Frisur ihres Ehemannes, dass sie spontan den Friseur Dimitri anrief und das Schicksal der Weltgemeinschaft seinen Lauf nahm. Nun gut, auch die Frisur Gorbatschows nahm ihren Lauf, aber wer nun tatsächlich als Held zu betiteln ist, bleibt nach dieser Geschichte sehr fragwürdig.

Lesen Sie die wahre Geschichte über den Mauerfall…

Auf die Idee muss man erstmal kommen!

So passiert letzten Samstagnachmittag im Stadtwald: Der herbstliche Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein ist grandios! Der Hund wälzt sich in den bunten Laubbergen.
Beim Weitergehen sieht man in der Ferne eine wild gestikulierende Figur auf einem Hochsitz. Sie ruft unverständliche Worte. Als wir uns nähern, staunen wir nicht schlecht über das, was die Person durch den Wald ruft: „Haltet den Verbrecher, haltet ihn!“, und uns erschließt sich der Grund der Aufregung: Entsetzt sehen wir, dass die Leiter, die dem Mann den Abstieg vom Hochsitz gewährleisten sollte, nicht etwa, wie noch kurz zuvor am Holzgerüst lehnt, sondern nun auf der Erde liegt.
Der Verantwortliche für die Missetat bahnt sich gerade in aller Eile den Weg durchs Unterholz. Voller Mitgefühl für den einsam Gestrandeten in lichter Höhe bieten wir unumwunden unsere Hilfe an. Wir rennen los, um den Strohkopf, der den Aufgeregten dort oben abgestellt hat, zur Rede zu stellen. Leider entwischt er, und durch den herbstlichen Wald hallen noch lange die Rufe des Bedauernswerten: „Haltet ihn…“

Blockade im Gehirn

Unsicherheit kriecht in mir hoch: eifriges Tippen um mich herum, nur in meinem Hirn ist gerade ein großes Vakuum. Mein Bedürfnis, mich dieser Welt schriftlich mitzuteilen, liegt im gegenwärtigen Augenblick bei 0. Ich habe also keine Botschaft und auch keine Ahnung, wie ich diese „Nicht-Botschaft“ dadurch für potentielle Leser attraktiv machen soll, indem ich in ihr die drei gezogenen Begriffe „Obama“, „Nudel“, „Zebra“ unterbringe. Natürlich müssten diese Begriffe dann auch noch passend verlinkt werden, z.B. auf spiegel-online (da steht bestimmt auch heute etwas über Obama), auf maggi-kochstudio.de und koelnerzoo.de. Bis der Leser dann –nach hoffentlich langer, langer Zeit- wieder zu meinem spannenden Text zurückgekehrt ist, ist mir vielleicht auch etwas eingefallen, was ich denn doch noch als wichtige Botschaft ins unendliche www setzen möchte. Bis dahin zum Abschluss schnell noch ein Zitat –tut mir leid, aber es sticht mir gerade ins Auge-:“Wer aber nicht eine Millionen Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben“. (Goethe)
Schade, zu spät…

Pendlergeschichten aus dem ÖPNV

Der Darm meines Sitznachbarn meldet sich
Öffentliche Nahverkehrsmittel sind ähnlich wie Massentiertransporte. Viel Mensch
auf wenig Raum. Da kann es vorkommen, dass sich Magen- und sogar Darmgeräusche melden und unfreiwillig direkt und lautstark oder besser „geruchsstark“ an die Sitznachbarn dringen. Wer zuerst reagiert, hat verloren. Hier wird konsequent ignoriert, um ein friedliches Miteinander auf den nächsten Kilometern zu sichern. Knurrende Mägen und heiße Luft aus dem Darm sind aber im Vergleich zu lautstarken Handy- und Mp3-Player-Orgien so was von menschlich und erträglich, dass das Ignorieren eine Form der Höflichkeit ist.

Neue Ampeln für den ÖPNV?
Die Signal-Ampeln auf vielbefahrenen Strecken sind eigentlich nicht erst seit gestern da. Trotzdem ist ein gern gehörter Grund für den vermeintlichen Stillstand einer Bahnlinie folgende Ansage:“ Aufgrund von Signalstörungen auf der Strecke XY, verzögert sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten.“ Aus den wenigen werden ziemlich viele und ich als Reisender frage mich: was auf der Straße tagtäglich nahezu reibungslos klappt, kann doch auf Bahnschienen nicht schwieriger sein, oder?

„Kaputte“ Typen auf der Heimreise
Er ist Mitte zwanzig, Farbkleckse (meistens weiß) durchziehen seine braune, halblange Haarpracht und im Blaumann, nee lackbespritzter Weißmann, sitzt er mir gegenüber und schläft. An Wochentagen gegen 17 oder 18 Uhr ist der Anstreicher der Prototyp des halb wegdösenden Feierabendpendlers. (…)

Dadaistische Metaschau eines Gebruteigten

„Ein Affe wartet auf einem Parkplatz auf seine Rente.
Juchhu.
Jetzt bloggt gefälligst!“
So könnte ein Text aussehen, der unter der Prämisse entstand, unter Verwendung der Worte „Affe“, „Rente“ und „Parkplatz“ einen Text zu schreiben, der andere zum Bloggen anregen soll. Ich bin gespannt, wie eure Meinung zum Ergebnis ausfällt. Bloggt doch einfach mal!

Nee – jetzt erst ist der Text fertig, der unter der Prämisse entstand, unter Verwendung der Worte „Affe“, „Rente“ und „Parkplatz“ einen Text zu schreiben, der andere zum Bloggen anregen soll. Und? Wie gefällt’s euch? Bloggt doch mal!

Neeeeee! – jetzt erst – na, ihr kennt das ja schon. Also: Hopp, BLOGGEN!!!

Der Gebruteigte

Filzen für den Tannenbaum

Die Auslagen in den Geschäften sagen es schon seit Wochen: bald ist Weihnachten!
Höchste Zeit, sich Gedanken um Weihnachtsgeschenke und Tannenbaumschmuck zu machen.
Wie wäre es mit originellem, selbst gefertigtem Tannenbaumschmuck zum Verschenken? Hier stellen wir originelle Vorlagen und den Weg zum erfolgreichen Filz-Objekt vor.

Filzen ist Freiheit

„Filzen“ ist seit einigen Jahren groß in Mode.
Der größte Vorteil beim Filzen ist die absolute Freiheit bei der Formgebung.
Aus einer Handvoll Wolle entstehen echte kleine Kunstwerke, die man gut als Weihnachtsschmuck nutzen kann. Mit den Händen wird das Filz-Objekt während des Bearbeitens in Form gedrückt. Das freie Formen erlaubt auch die Korrektur der Filzobjekte während des Arbeitens. Dadurch sind der künstlerischen Freiheit keine Grenzen gesetzt.

Wasser und Filz

Nassfilzen ist eine uralte Methode, mit der man auch etwas größere Objekte in starker Festigkeit herstellen kann. Nass gefilzte Filzbahnen sind so stabil, dass die Mongolen daraus bis heute Stiefel und Jurten herstellen.
Das sollte auch genug Stabilität für Weihnachtsschmuck sein.
Die nasse Wolle kann mit den Händen sehr leicht in die vorgesehene Form gedrückt werden. Da Nassfilzen aufgrund der reichhaltigen Verwendung von Wasser und Schmierseife eine richtige Planscherei wird, sollte man unbedingt genügend Handtücher zum Aufnehmen überschüssigen Wassers bereit liegen haben.

Ein prächtiger Bart für den Weihnachtsmann

Die Struktur des Filzes erlaubt neben runden Formen auch spitz zulaufende Zipfel. Mit Filz können aus einigen Fransen hervorragend etwa Bärte oder Zipfelmützen geformt werden. Gerade bei der Figur des Weihnachtsmannes sind Bart und Zipfelmütze von elementarer Bedeutung. Bei der Anfertigung einer Weihnachtsfrau müsste sorgfältig überlegt werden, ob diese auch einen Bart hat (aus Gründen der Gleichberechtigung) oder unter der Zipfelmütze eher Wollfransen in Form von Zöpfen herausgucken.

Bettina

„Ja ist denn heut schon Weihnachten?“

Obwohl das Weihnachtsfest noch in relativ entfernter Zukunft liegt (denn auch dieses Jahr findet es völlig überraschend am 24. Dezember statt), wird man in den Supermärkten schon seit Monaten mit Weihnachtsbäckereien überhäuft. Wozu all das? Was will mir das eigentlich sagen? Und wie soll ich mich verhalten?

Der traditionelle Christstollen zum Beispiel schmeckt ganz klar besser, wenn er schon etwas „gereift“ ist. Muss ich ihn aber deshalb schon heute kaufen? Und wie soll ich ihn dann aufbewahren? Im Kühlschrank, damit er mir nicht weggammelt, im Brotkorb, in den ich ohnehin regelmäßig hineinschaue, damit ich ihn nicht vergesse oder lege ich ihn schon jetzt unter den imaginären Weihnachtsbaum auf den Teppich? Dank Fußbodenheizung könnte sich sein Volumen in den nächsten 6 Wochen eventuell noch verdoppeln. Gute Idee! Aber Achtung: Biologische Prozesse könnten auch dazu führen, dass er quasi von alleine aus der Wohnung läuft.

Ich werde wohl einfach weiterhin an all den Leckereien vorbeigehen.

Paris, die Stadt der Liebe – ne, ist klar.

Wenn ich an Paris denke, kommt mir der blanke Hass. Von wegen Stadt der Liebe. Die Stadt stinkt und ist dreckig. Bei mir kommen da keine romantischen Gefühle auf, aber ich finde auch an Kneipenklos keinen Gefallen. Die Menschen in dieser Stadt sind außerdem arrogant und unfreundlich.

Bei meinem letzten Besuch vor einer Woche hat mich die blasierte Verkäuferin bei Lafayette tatsächlich aus dem Laden herauskomplimentiert, weil ich es gewagt habe, eine Parfumflasche zu öffnen und dran zu riechen. Ich hätte wohl erst warten müssen bis sich eine der Schicksen da bequemt hat. Bin danach dann in ein Café, um mich wieder abzuregen. Als ich den Café au lait bestellt habe, wollte der Kellner partout mein Französisch nicht verstehen und Englisch ging ja aus Prinzip nicht. Ich hab dann mal eine Coca Cola bestellt. Mag ich nicht, aber ich stand kurz vorm Verdursten.

Und als wäre das der Niedertracht noch nicht genug, stand auf der Rechnung nachher auch noch der Café au Lait drauf, den ich ja faktisch nie bekommen hatte. Die Diskussion mit dem Kellner ist dann auch planmäßig eskaliert. Irgendwann guckte einfach jeder im Laden auf mich. Offensichtlich hatte der Kellner lauthals zu verstehen gegeben, dass ich eine arrogante Deutsche sei, die ihre Getränke nicht bezahlen wolle.

Sollte jemals ein Mann auf die Idee kommen, mir eine romantische Reise nach Paris schenken zu wollen, kann er gleich seine neue Freundin dahin mitnehmen. Ich zumindest war das letzte Mal dort.Eiffelturm

Rehpinschers Schwermut

Rehpinscher_by_Katja-Wolf_pixelio-de1Haare wachsen, deshalb müssen sie von Zeit zu Zeit geschnitten werden. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für so manchen Hund. Allen wohl bekannt sind die herrlich geschorenen Pudel. Aber auch jenseits solcher Geschmacksirritationen kommen Schere und Rasierer bei Hunden zum Einsatz. Was aber bitte schön suchen 27 Rehpinscher im Hundesalon?

Geselligkeit gegen Schwermut

Diese Dobermänner im Taschenformat bestechen durch ihr kerniges kurzes Fell, das so manchen Besitzer dazu bringt, ihnen ein Mäntelchen zu verpassen.
Ein Blick in hundewissen.de sorgt für Aufklärung: Rehpinscher neigen zu Schwermut, wird dort erklärt. Deshalb treffen sie sich wohl im Salon zum geselligen Beisammensein bei ausgesuchtem Hundefutter.

Salongekläffe

Also: nicht wundern und schon gar nicht ärgern, wenn sie vielstimmig aus einem Schaufenster angekläfft werden. Schließlich haben die armen Rehpinscher keinen anderen Salon als den Hundesalon und im Winter ist es auch so schrecklich kalt draußen. Gönnen wir ihnen ihre Zerstreuung, schließlich sollen unsere Rehpinscher auch nicht leben wie die Hunde.

Merkel Augenstern Kissen

Was haben die Begriffe Augenstern, Merkel und Kissen miteinander zu tun? Mal abgesehen von äußerst unappetitlichen Fantasien, die Ihr jetzt sicher wieder haben werdet. Nix natürlich. Und das ist das Problem. Im Augenblick mein größtes. Denn genau diese drei Begriffe sind auf den Zetteln vor mir, die mir das Thema für diese Kreativitätsübung vorgeben.

Liegen da, ganz faul, bewegen sich nicht und bilden sich ein, ihre pure Existenz würde aus ihnen ein Thema machen. Geirrt, meine kleinen Freunde aus totem Holz. Von einem Thema seid Ihr soweit entfernt, wie der FC von der Champions League.

Ein Thema besticht durch Relevanz, durch Aktualität und durch Originalität. Zugegeben – Eure Zusammenstellung ist schon äußerst originell. Aber wen interessiert schon, mit welchem Augenstern Frau Merkel heute wieder das Kissen teilt? Eben. Niemanden. Und den Guido schon gar nicht. Glaubt mir.

Und Aktualität? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Frau Merkel auch morgen wieder mit einem Augenstern das Kissen teilt. Wie relevant ist denn bitte ein Thema, das jeden Tag aktuell ist? Da hat doch bestimmt schon jeder drüber geschrieben.

Ne, ne Jungs; sucht Euch mal schön einen anderen Deppen, der über Euch schreibt.

Immer wieder alles schwarz sehen

Begriffe: Frühling – Nase - Kohlenstaub

Mein Leben im Schlot

Es ist schon wieder Frühling, doch ich sehe die Sonne nicht.
Die Vögel zwitschern wohl, aber ich kann sie nicht hören.
Wo andere Leute an Blumen schnuppern, da steigt mir Kohlenstaub in Nase und Rachen.

Ich lebe in einem Schlot.

Es ist nicht mal ein besonders schöner Schlot. Von mittlerer Größe, schmutzig backsteinfarben und lange ausgedient, klebt er an einer verfallenen Fabrik. Nicht besonders spektakulär.
Aus genau diesem Grund habe ich ihn mir auch ausgesucht, damals.
Ich hatte die Sehnsucht nach etwas gewöhnlichem, weniger glanzvollen. Ich wollte raus aus meiner Altbaueigentumswohnung mit den 5 Zimmern, den hohen Decken und dem glänzenden Parkett.

Ich wollte mich geborgen fühlen. Behütet. Schlotig.

Nun verbringe ich schon den dritten Frühling hier in meiner vertrauten, rußigen Dunkelheit.
Ab und zu kratze ich etwas Moos von den Backsteinen, um mich notdürftig, jedoch schmackhaft zu ernähren.
In klaren Vollmondnächten steige ich für ein Stündchen ganz nach oben, und setze mich auf den Rand meines Schlotes. Dort lasse ich die Beine baumeln und schaue mit geschlossenen Augen ins silbrige Licht.

Ich mag mein Leben im Schlot.

Auch wenn man ganz unten sitzt, man sieht immer ein Licht am Ende des Tunnels.

Erste Schritte

Ich hoffe etwas Begeisterung zu wecken.Schweinegrippefoto

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